Xiaomi startet jährliche Updates für eigenen Prozessor XRing
Xiaomi kündigt jährliche Updates für den eigenen Prozessor XRing an, um Unabhängigkeit von externen Chips zu stärken. Neue KI-Assistenten für internationale Märkte geplant.
Xiaomi kündigt jährliche Updates für den eigenen Prozessor XRing an, um Unabhängigkeit von externen Chips zu stärken. Neue KI-Assistenten für internationale Märkte geplant.
© A. Krivonosov
In einem CNBC-Interview gab Xiaomi-Präsident Lu Weibing bekannt, dass das Unternehmen planen, jährlich eine neue Generation seines eigenen Mobilprozessors XRing vorzustellen. Diese Entscheidung spiegelt die Strategie wider, die Position im Hochtechnologie-Segment zu stärken und die Abhängigkeit von externen Chipherstellern zu verringern.
Den ersten Schritt machte Xiaomi im vergangenen Jahr mit der Einführung des XRing O1, der auf einem 3-Nanometer-Verfahren basiert. Lu Weibing betonte, dass die Entwicklung eines eigenen SoC ein großes und ressourcenintensives Projekt ist. Dennoch will das Unternehmen künftig einen jährlichen Aktualisierungszyklus einhalten – ein Tempo, das traditionell von Apple mit seiner A-Serie vorgegeben wird.
Nur wenige Smartphone-Hersteller entwickeln eigene Prozessoren. Neben Apple setzt Samsung auf eigene Lösungen der Exynos-Reihe, während die meisten Marken auf Plattformen von Qualcomm und MediaTek zurückgreifen. Laut Lu Weibing wird der neue Chip zunächst in einem Smartphone für den chinesischen Markt zum Einsatz kommen, bevor er in internationale Xiaomi-Modelle integriert wird. Diese Aussage steht im Kontrast zu einer früheren Position des Vizepräsidenten des Unternehmens, der einen jährlichen Zyklus als möglicherweise zu ambitioniert bezeichnet hatte.
In China nutzen Xiaomi-Geräte den Assistenten Xiaoai Classmate, der auf einem eigenen KI-Modell des Unternehmens basiert. Nun arbeitet Xiaomi an separaten KI-Lösungen für internationale Märkte. Lu Weibing wies darauf hin, dass der neue Assistent nicht nur eng mit Smartphones, sondern auch mit den Fahrzeugen der Marke verknüpft sein wird. Der Start soll mit dem internationalen Markteintritt der Xiaomi-Autos zusammenfallen. Für die Auslandsversionen der KI-Assistenten könnte das Unternehmen mit Google kooperieren und dabei das Gemini-Modell mit eigenen Entwicklungen kombinieren. Das Hauptziel ist es, ein einheitliches intelligentes Ökosystem zu schaffen, das Smartphones, Autos und das eigene Betriebssystem integriert.
Darüber hinaus plant Xiaomi für dieses Jahr erstmals, den eigenen Chip, das Betriebssystem der nächsten Generation und den KI-Assistenten in einem einzigen Gerät zu vereinen. Das Produkt wird zunächst in China eingeführt, bevor die Technologien später für den globalen Markt vorgesehen sind.