YouTube erweitert Direktnachrichten in Europa

YouTube hat die Testphase seiner Direktnachrichten-Funktion in mehreren europäischen Ländern ausgeweitet. Wie die Plattform bestätigte, können Nutzer in weiteren Nationen seit dem 3. März auf die neue Funktion zugreifen. Damit erfolgt die erste größere Ausweitung seit dem begrenzten Teststart im November 2025.

Zunächst war die Funktion nur in Irland und Polen erprobt worden. Sie ermöglicht es Nutzern der mobilen App, Videos direkt zu teilen und in privaten Gesprächen darüber zu diskutieren. Das System unterstützt vollständige Videos, Shorts und Livestreams, ist aber auf Nutzer ab 18 Jahren beschränkt. YouTube hatte Direktnachrichten zuvor als eine der am häufigsten nachgefragten Funktionen bezeichnet.

Nun wurde die Länderliste deutlich erweitert und umfasst die meisten europäischen Nationen, darunter Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, die Niederlande, Schweden, die Schweiz und weitere. Der Zugang erfolgt über Einladungen: Ein Link wird außerhalb der App gesendet und ist sieben Tage lang gültig. Nach Annahme der Einladung können Nutzer innerhalb von YouTube Nachrichten und Videos austauschen. Standardmäßig sehen Empfänger den Kanal des Absenders, was in den Datenschutzeinstellungen deaktiviert werden kann.

Gleichzeitig haben einige Nutzer Bedenken bezüglich Spam- und Betrugsrisiken geäußert. Auf Reddit gab es bereits Beschwerden über Kryptowährungs-Werbung kurz nach Aktivierung der Funktion. YouTube betont, dass alle Nachrichten unter die Community-Richtlinien fallen, und Nutzer können Verstöße blockieren oder melden. Dabei ist erwähnenswert, dass der Dienst früher bereits ein Nachrichtensystem betrieb, dieses aber 2019 einstellte.