Apple bleibt bei Premium-Strategie trotz günstigerem MacBook Neo

Trotz der Einführung des günstigeren MacBook Neo ändert Apple seine Strategie nicht und setzt weiterhin auf Premium-Geräte. Wie der neueste Newsletter Power On des Journalisten Mark Gurman berichtet, bedeutet das Erscheinen dieses Budget-MacBooks keine Wende in der Unternehmensausrichtung.

Gurman führt mehrere Schlüsselfaktoren für den Start des MacBook Neo an. Dazu zählen Apples Umstieg auf eigene Prozessoren anstelle von Intel-Chips, die umfassende Modernisierung von macOS für ARM-Architektur und die Hochskalierung der Produktion des A18 Pro-Chips, was die Gerätekosten senkte. In der Praxis bedeutet das: Das neue Notebook ist etwa 45 Prozent günstiger als das aktuelle MacBook Air und erschließt Apple damit ein neues Marktsegment.

Doch der Analyst ist überzeugt, dass der Fokus des Unternehmens weiterhin auf teuren, technologisch komplexen Produkten der Ultra-Kategorie liegen wird. Ein Paradebeispiel könnte das iPhone Fold sein – ein faltbares Smartphone mit großem Innen-Display und einem Preis von über 2.000 US-Dollar. Gerüchten zufolge soll es mehrere neue Technologien enthalten, darunter direkt in den Bildschirm integrierte Sensoren, COE-Technologie (Color Filter on Encapsulation) und einen verbesserten Scharniermechanismus, der die Display-Falte nahezu unsichtbar machen soll.

Zudem sind neue AirPods Pro in Entwicklung, die laut Gerüchten über eine eingebaute Kamera für Siri's visuelle Intelligenzfunktionen verfügen sollen. Diese Kopfhörer würden Teil von Apples KI-gestütztem Geräte-Ökosystem werden, zu dem auch Smart Glasses und ein tragbares Pendant-Gerät gehören könnten.

Ebenfalls erwartet wird ein aktualisiertes MacBook Pro mit berührungsempfindlichem OLED-Display. Der Wechsel zu dieser neuen Bildschirmtechnologie könnte den Preis um etwa 20 Prozent im Vergleich zu Modellen mit Apple M5 Pro und Apple M5 Max Chips erhöhen. Gurman vermutet, dass Apple für ein solches Modell sogar die Bezeichnung Ultra verwenden könnte.

Unterdessen hat das Unternehmen bereits ein weiteres Highend-Gerät veröffentlicht – das Studio Display XDR, das statt Ultra das XDR-Label nutzt, um die erweiterten Fähigkeiten des Displays hervorzuheben. Für die Zukunft wird auch ein faltbarer OLED-iPad-Tablet diskutiert, der eine ähnliche Premium-Auszeichnung erhalten könnte.