180 Grafikkarten im Direktduell: GPU-Fortschritt 2009–2025
PCGH stellt 180 Grafikkarten von 2009 bis 2025 im Direktduell: GPU-Vergleich mit 2.477% Leistungsplus, Architekturtrends, VRAM-Fallen und CPU-Limits – getestet
PCGH stellt 180 Grafikkarten von 2009 bis 2025 im Direktduell: GPU-Vergleich mit 2.477% Leistungsplus, Architekturtrends, VRAM-Fallen und CPU-Limits – getestet
© A. Krivonosov
Zum 25-jährigen Jubiläum hat PC Games Hardware den bislang größten GPU-Vergleich aufgesetzt: ein Direktduell von 180 Grafikkarten aus den Jahren 2009 bis 2025. Das Feld reichte von Ikonen wie Radeon HD 5870 und GeForce GTX 480 bis zu heutigen Flaggschiffen wie der GeForce RTX 5090. Über die gesamte Spanne gemessen, ist die Leistung um staunenswerte 2.477 Prozent gestiegen.
Die Redaktion betont zugleich, dass das Ergebnis weit mehr ist als ein Wettbewerb roher Rechenkraft. Grenzen älterer Spiele-Engines und CPUs können die Abstände zusammenschieben – mit dem Effekt, dass betagte Karten bisweilen besser aussehen, als man vermuten würde. Der Parcours zeichnet zudem zentrale Architekturwechsel nach: von Terascale zu GCN, von Kepler zu Maxwell und später zu RDNA. Nvidia nutzte Generationswechsel, um den Energiebedarf in den Griff zu bekommen, AMD überarbeitete sein Shader-Design, und RDNA 2 führte den Infinity Cache ein. Bis 2025 schärfte RDNA 4 das Raytracing, ohne die Rasterisierung dramatisch zu beschleunigen, während Nvidias Blackwell im Vergleich zu Ada eher maßvoll zulegte.
Um den Prozessor nicht zum Flaschenhals werden zu lassen, baute das Team einen High-End-Prüfstand rund um Intels Core i9-14900KS und setzte als Basis die erste DirectX-11-Karte, die Radeon HD 5870. Selbst damit stoßen moderne Spitzenmodelle noch an CPU-Limits. Karten mit nur 3–4 GB Speicher kommen selbst unter DX11 nicht mehr gut zurecht. Heute gilt: 8 GB sind die praktische Untergrenze, wohler fühlt man sich mit 12–16 GB.
Die Botschaft liegt auf der Hand: Wichtiger als Papierwerte ist, wie Architektur, VRAM-Kapazität und Treiberqualität zusammenspielen. PC Games Hardware hat dafür vier populäre Titel unter die Lupe genommen – anschaulich genug, um die Konstruktionsentscheidungen im echten Spielbetrieb greifbar zu machen. Als Jubiläumsprojekt funktioniert der Test damit doppelt: als prägnante Chronik der GPU-Entwicklung der vergangenen 16 Jahre und als scharfer Schnappschuss dessen, wie weit die Branche inzwischen gekommen ist.