AMD Medusa Point im Leak: Zen 6, FP10, bis 22 Kerne und RDNA 3.5+ für Notebooks

AMD stellt die nächste Prozessorgeneration mit dem Codenamen Medusa Point in Position, und frische Leaks liefern erstmals handfeste technische Anhaltspunkte. Einträge in der NBD-Datenbank deuten darauf hin, dass die Chips auf einen neuen FP10-Sockel wechseln und damit den bei Strix Point genutzten FP8 ablösen. Für das frühe Anlaufen und Debugging nutzt AMD intern bereits ein Mainboard mit der Bezeichnung PLUM – das wirkt wie ein klarer Schnitt in der Plattform.

Die TDP von Medusa Point ist mit 45 W angesetzt, ein deutlicher Sprung gegenüber dem 28-Watt-Basiswert von Strix Point (auch wenn diese Plattform bis auf 54 W skalieren konnte). Diese zusätzliche Luft lässt auf einen spürbaren Leistungsschub schließen und hält zugleich die gängigen Spielräume im Notebook-Segment offen.

Insider berichten, Medusa Point basiere auf der Zen-6-Architektur und werde im 3-nm-Prozess von TSMC gefertigt. Die Familie soll durch eine hybride Kombination aus Zen 6, Zen 6c und sparsamen LP-Zen-6-Kernen auf bis zu 22 Kerne kommen. Die Grafik übernimmt ein integriertes RDNA-3.5+-Design, weiterhin mit bis zu acht Compute Units, aber auf bessere Optimierung gegenüber RDNA 3.5 ausgelegt.

Der offizielle Start ist für Ende 2026 anberaumt. Erste Testarbeiten unterstreichen bereits, dass AMD konsequent auf den nächsten großen Schritt bei mobilen Prozessoren zusteuert.