IDC-Prognose: Smartphone-Markt 2025 wächst trotz Zöllen – Apple, KI und Foldables treiben

Das Analysehaus IDC hat seine Prognose für den weltweiten Smartphonemarkt 2025 überarbeitet und rechnet nun trotz der von US-Präsident Donald Trump eingeführten Zölle mit einem Wachstum von 1 %. Zuvor hatte das Team wegen möglicher Preiserhöhungen einen Rückgang erwartet, doch der Markt erweist sich robuster als angenommen. Ein Plus von einem Prozent wirkt zwar bescheiden, vor dem Hintergrund der Zölle ist es jedoch ein deutliches Signal für Widerstandskraft.

Antreiber dürfte Apple sein: Laut IDC könnte iOS 2025 um 3,9 % zulegen. Dieses Momentum würde die negativen Effekte der US-Zollpolitik abfedern. IDC-Forschungsdirektorin Nabila Popal hält fest, die Unsicherheit bleibe hoch; zugleich halte sich die Nachfrage in den meisten Regionen stabil, und die Hersteller diversifizierten ihre Produktion aktiv. In der Summe deutet die Prognose darauf hin, dass Verbraucher weiterhin aufrüsten, wenn der Mehrwert klar erkennbar ist.

Abseits des iPhones nennt IDC zwei Kräfte, die die Auslieferungen antreiben dürften: generative KI direkt auf dem Gerät und die wachsende Attraktivität faltbarer Smartphones. Diese Trends sollen laut IDC bis 2029 für stetiges Branchenwachstum sorgen – ein Zeitrahmen, der eher auf eine tragfähige Erholung als auf ein kurzes Zwischenhoch hindeutet.

Im Segment der Faltgeräte ist Apple bislang nicht vertreten, doch IDC deutet an, dass sich das 2026 ändern könnte, wenn das Unternehmen sein erstes iPhone mit flexiblem Display vorstellt. Angesichts der Strahlkraft der Marke dürfte schon dieser Schritt der gesamten Kategorie neuen Schub verleihen und Wettbewerber dazu bringen, ihre Strategien zu schärfen.